Wissen, was Kunden wollen
Kreativ sein, Werbekampagnen planen, ein Unternehmen repräsentieren – von einem Job im Marketing träumen viele. Doch was bedeutet "Marketing" eigentlich genau? Und welcher Studiengang ist der richtige?Chris Tomas
Eva-Maria Cordes faszinierte die Welt des Marketings schon früh. "Immer, wenn ich einen Werbespot im Fernsehen gesehen habe, habe ich mich gefragt: Woher kommt der eigentlich? Und wie wird er gemacht?" Ein Blick in den Stellenmarkt verriet der 22-Jährigen aus Versmold dann: Marketing-Experten haben nicht nur einen vielseitigen Job, sie werden auch überall gesucht. Denn Marketing boomt: Für Unternehmen ist der Wettbewerb härter geworden, Trends verändern sich schnell, und die Konkurrenz, auch aus dem Ausland, ist groß. Umso wichtiger ist es daher, am Ball zu bleiben, sich ständig neu zu präsentieren – eben die "Marke" auf dem Markt zu etablieren.
Dabei sind Werbung, PR und Öffentlichkeitsarbeit eigentlich nur Teilbereiche des Marketings. Eine häufig benutzte Definition des Begriffs "Marketing" sind die 4 Ps: Product, Place, Price und Promotion. Marketing- Experten sind demnach neben der Promotion auch an der Produktpolitik eines Unternehmens, an der Auswahl geeigneter Verkaufsplattformen
und an der Festlegung von Preisen beteiligt. Im Gegensatz zur Werbung bedeutet Marketing, eine langfristige Strategie zu entwickeln – nicht für ein einzelnes Produkt oder eine Linie, sondern für ein ganzes Unternehmen.
Im Studium zum Marketing-Experten
Als die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster 1969 ihren ersten Lehrstuhl für Marketing einrichtete, war sie damit noch allein auf weiter Flur. Heute bieten hunderte Hochschulen Marketing-Studiengänge an. Interessierte haben die Wahl zwischen zwei Wegen: Klassisch ist ein BWLStudium mit Schwerpunkt Marketing. Diesen Studiengang gibt es an den meisten großen Unis und Fachhochschulen. Wer sich dafür entscheidet, muss allerdings erst einige Semester Rechnungswesen, Wirtschaftspolitik oder Personalmanagement pauken, bevor er sich aufs Marketing konzentrieren kann. Eine breite betriebswirtschaftliche Ausbildung kann zwar vonVorteil sein, doch wer sich von Anfang an nur für den Marketingbereich interessiert, tut sich mit den anderen Veranstaltungen vielleicht schwer. Die Alternative sind Bachelor-Studiengänge an privaten Hochschulen, in denen sich die Studierenden vom ersten Semester an auf Marketing oder Marketingmanagement konzentrieren. Das wiederum hat seinen Preis, denn die Businessakademien verlangen meist hohe Studiengebühren.
Auch Eva-Maria Cordes fiel die Entscheidung nicht leicht. Sie besuchte Informationsveranstaltungen und blätterte sich durch Hochschulrankings. Schließlich fiel ihre Wahl auf "Marketing-Management" an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld. Das Studium kostet sie nun 500 Euro pro Monat. "Doch dafür habe ich mit meinen
Eltern vereinbart, dass ich noch zu Hause wohnen bleibe. So können wir die Miete für eine eigene Wohnung sparen." Im Studium an der privaten Hochschule genießt sie viele Vorzüge: Statt in überfüllten Hörsälen lernen die Studenten in kleinen Gruppen, bekommen eine intensive Betreuung, und viele Dozenten kommen selbst aus der Wirtschaft.
- Eventmanagement: Die Alleskönner
- Konferenzmanagerin: Konzipieren und organisieren
- Digital Media Marketing in Kaiserslautern: Online-Marktplätze gestalten
- Sportjournalismus & Sportmarketing in Hannover: Akademischer Sport
- Dialog- und Onlinemarketing (dual) in Ravensburg: Dualer Studiengang in Planung


