Gehandelt wird immer
Wer nach dem Abi schnell Karriere machen möchte, sollte über eine Abiturientenausbildung im Handel nachdenken.
Gegessen und getrunken wird immer! Nicht zuletzt deswegen ist der Handel eine der wichtigsten und umsatzstärksten Branchen in Deutschland. Und die großen Handelsunternehmen beschäftigen längst nicht nur Personal im Vertrieb. Die unterschiedlichsten anderen Berufe sind gefragt: Logistiker sorgen dafür, dass die Ware vom Hersteller über den Zwischenhändler bis ins Geschäft gelangt, Lageristen kontrollieren in den riesigen Lagern den Ein- und Ausgang der Waren. Mediengestalter entwerfen Warenkataloge und Werbeprospekte. Informatiker programmieren Unternehmens-Software und pflegen den Online-Shop. Und die Marketing-Profis denken sich schließlich Werbeaktionen aus, um neue Zielgruppen zu erschließen.
Vom Azubi zum Filialleiter
Verglichen mit anderen Branchen, können ambitionierte junge Leute im Handel ziemlich schnell Karriere machen. Erste Führungspositionen sind schon mit Anfang bis Mitte Zwanzig drin – auch ohne Studium. Der Aufstieg vom Azubi zum Abteilungs- oder Filialleiter und darüber hinaus ist keine Seltenheit. Klassischerweise startet man mit einer dreijährigen betrieblichen Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel bzw. zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Einzelhandel bedeutet: Der Händler verkauft seine Waren direkt an den Endverbraucher. Großhändler hingegen beliefern ausschließlich gewerbliche Kunden, zum Beispiel Supermärkte, die die Waren danach weiterverkaufen, oder Großabnehmer (Büros, Handwerker, Gastronomen), die sie für ihr eigenes Unternehmen benötigen.
Viele Handelsbetriebe und -ketten bieten neben der „normalen“ auch eine so genannte Abiturientenausbildung an. Die dauert ebenfalls etwa drei Jahre, ist aber wesentlich anspruchsvoller, da sie bereits die Fortbildung zum geprüften Handelsfachwirt beinhaltet. Neben dem Fachwirt gibt es speziell im Einzelhandel eine weitere Abiturientenausbildung: die zum geprüften Handelsassistenten. Anders als der „Hafawi“, der in allen Fachabteilungen eines Unternehmens eingesetzt werden kann, ist der Handelsassistent ein echter Vertriebs-Spezialist. Er kennt sich bestens mit der Ware aus und sucht stets nach neuen Trends und Ideen, um das Sortiment zu erweitern.
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