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21. März 2011  
Versicherungsbranche

Die Gefahrensucher

Versicherungen beschäftigen sich mit allen möglichen Risiken und Gefahren: mit den kleinen alltäglichen, aber auch mit den großen bedrohlichen. Und immer wieder mit ganz neuen. Wer bei einer Versicherung arbeiten möchte, sollte jedenfalls stetig dazulernen wollen. Stefan Moskopp

Leider gibts noch keine Bananen-Versicherung. © photocase: ig3l

Als der isländische Vulkan Eyjafjallajökull im vergangenen Jahr ausbrach, waren nicht nur die Betreiber der lahmgelegten Flughäfen und Fluglinien in großer Sorge, sondern auch deren Versicherungen. Denn Versicherungen nehmen ihren Kunden finanzielle Risiken ab. Um diese bewerten zu können, brauchen sie Experten aus den verschiedensten Fachrichtungen – beispielsweise Bergbauingenieure, Ärzte, Geologen, Anlagentechniker, auch Landwirte oder Seefahrtexperten. Sie müssen alles berechnen können, was auf der Welt passieren kann. 

 

Am Ende entscheiden dann die so genannten Risk Manager, ob ein bestimmtes Risiko versichert wird, und wenn ja, wie teuer die Police dafür sein soll. Darüber hinaus entwickeln und evaluieren Risk Manager die Risikostrategie des gesamten Unternehmens – sie legen also Risikotoleranzen fest, definieren praktisch den „strategischen Risikoappetit“ des Konzerns und setzen mit Blick auf Ressourcen, Budgets und Limits die Rahmenbedingungen für die einzelnen Geschäftsfelder. „Auch haben wir einen Fokus auf Trendrisiken, die sich nur langsam, aber stetig entwickeln und damit schwerer einzuschätzen sind. Der anhaltende Trend zur Fettleibigkeit mit all seinen Folgen lann hier als Beispiel genannt werden“, sagt Michael Brauner, Risk Manager bei Munich Re, der größten Rückversicherung der Welt. 

 

Ausbildung im Wandel

In die Versicherungsbranche ist Brauner vor 14 Jahren über den klassischen Weg gelangt: eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann. Seit damals hat sich das Berufsbild des Versicherungskaufmanns stark verändert. Während in den Zentralen der Versicherer immer schlauere Computerprogramme das Personal ersetzen, hat der Außendienst gewaltig an Bedeutung gewonnen. Freude an Kommunikation müssen Bewerber darum grundsätzlich mitbringen. Später lernen die Azubis in speziellen Seminaren kommunikative und verkäuferische Fähigkeiten für die Beratungsgespräche. Außerdem wünschen sich Versicherungen analytisches Verständnis und ein hohes Maß an Flexibilität. „Offenheit und eine gewisse Selbstständigkeit sind ebenfalls sehr wichtig“, sagt Sven Prüllage, Auszubildender bei der Allianz.

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