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29. August 2011  
Veranstaltungskaufleute beim Eurovision Song Contest

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Für Veranstaltungskaufleute ist ein Event wie der Eurovision Song Contest (ESC) das Größte. Zwei Kölner Auszubildende sind diesem Ziel sehr nahe gekommen: Als Volunteers haben sie beim beim ESC in Düsseldorf erste Erfahrungen als Event Manager gesammelt. von Annette Kamps
Beim ESC in Düsseldorf waren als Volunteers auch Veranstaltungskaufleute dabei, unter ihnen Lara (links) und Louisa.

Beim ESC in Düsseldorf waren als Volunteers auch Veranstaltungskaufleute dabei, unter ihnen Lara (links) und Louisa.

Mai 2011. Deutschland ist im Lena-Fieber. Vor einem Jahr hat die Newcomerin den Eurovision Song Contest mit ihrem Hit "Satellite" nach Deutschland geholt. Jetzt will sie ihren Titel verteidigen, und zum Finale des ESC werden 35.000 Zuschauer in der Düsseldorfer Esprit-Arena erwartet. Um ein Event dieser Größe zu stemmen, sind die Veranstalter auf Unterstützung angewiesen: Neben Event-Managern, Veranstaltungskaufleuten und Technikern sorgen mehr als 500 Freiwillige dafür, dass sich Künstler, Journalisten und Besucher wohlfühlen. Auch die beiden Azubis Lara Hojer und Louisa Rodowski dürfen zwei Wochen lang ESC-Luft schnuppern und hinter die Kulissen schauen.

 

Louisa, 20, hat im vergangenen Herbst ihre Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau an der Kölner Macromedia-Akademie begonnen und ist froh über die Chance, bei einer Veranstaltung dieser Größe dabei zu sein. Im Pressezentrum bereitet Louisa Pressekonferenzen vor, koordiniert Interviewtermine und versorgt die Journalisten mit Informationen. Sie hat aber auch Gelegenheit, mit den Musikern ins Gespräch zu kommen: "Die meisten sind total locker, zum Beispiel die beiden Jungs aus Irland. Mit denen hab ich mich unterhalten und auch Fotos gemacht." Nicht nur Louisa ist begeistert von den irischen Zwillingen mit den Turmfrisuren: Bei ihren Volunteer-Kollegen und den Zuschauern vor Ort ist ihr Song "Lipstick" einer der meistgesungenen Hits – im Finale reicht es dann allerdings nur für Platz 9. 

 

Azubine als Volunteer beim ESC

 

Wer bei den Fans in Düsseldorf gut ankommt, können wenige so gut beurteilen wie Lara, schließlich ist sie für die Zuschauerbetreuung eingeteilt. "Wir erklären den Leuten, wie sie in die Arena und zu ihren Plätzen finden. Bei den Halbfinals zum Beispiel wurden noch Leute aus dem Oberrang umgesetzt, um unten Lücken zu füllen. Das war am ersten Tag schon ein bisschen chaotisch", sagt die 21-Jährige. Doch auch sie ist glücklich über ihren Volunteer-Job. Den Musikern im Backstage-Bereich und auf der After-Show-Party zu begegnen und sich die Halbfinal-Shows live ansehen zu können, ist für sie schon etwas ganz Besonderes. Am aufregendsten findet Lara es jedoch, so viele unterschiedliche Menschen kennen zu lernen: "In der Zuschauerbetreuung sind wir 120 Leute aus ganz Deutschland – teilweise Azubis, teilweise aber auch einfach große ESC-Fans, die sich freiwillig gemeldet haben, um dabei sein zu können." Auch Lara absolviert eine Ausbildung an der Macromedia-Akademie, jedoch nicht als Veranstaltungs-, sondern als Sport- und Fitnesskauffrau. Viele der Inhalte wie Marketing, kaufmännisches Rechnen, Personalwirtschaft und Projektmanagement überschneiden sich jedoch mit Louisas Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau, so dass beide beim Volunteer-Programm gern gesehen sind. Beim Casting im März haben sie gezeigt, dass sie fit für den Eurovision Song Contest sind. 

 

Backstage bei den Stars

 

Mit Fragebögen, Auswahlgesprächen und Sprachtests fühlte man den Bewerbern auf den Zahn, bis von 4.000 schließlich nur 550 übrig blieben. Eingesetzt werden die Freiwilligen in der Zuschauer- und Gästebetreuung, der Freizeitgestaltung ausländischer Delegationen, der Akkreditierung, im Pressezentrum oder am Info-Desk. 

 

Besonders beliebt ist natürlich die Arbeit für die After-Show-Party – und im Backstage-Bereich: "Zwei aus meiner Klasse helfen bei der Party mit. Ich würde am liebsten backstage was machen, aber das wollen natürlich alle", erzählt Louisa. Doch auch im Pressezentrum kommt die künftige Veranstaltungskauffrau voll auf ihre Kosten und kann sehen, wie das, was sie im Unterricht lernt, praktisch umgesetzt wird.

 

So viel Spaß die Arbeit beim Eurovision Song Contest auch macht, 2012 in Baku werden Louisa und Lara nicht dabei sein – denn beide starten im November mit dem praktischen Teil ihrer Ausbildung. Und bis dahin steht ihnen noch eine Menge Arbeit bevor: Louisas Klasse bereitet gerade ein Sommerfest für alle Schüler der Macromedia-Akademie vor, inklusive Budgetverwaltung, Programm, Catering und Technik. Doch genau das ist es, was Louisa so an ihrem künftigen Beruf mag: "Man organisiert und plant, und dann nach drei Monaten voller Arbeit sieht man, dass ein ganz tolles Event dabei herausgekommen ist."

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Event ManagerVeranstaltungskauffrau