Mittendrin statt nur dabei
Flughäfen und -gesellschaften bilden eine Vielzahl von Berufen aus, die mit Flugzeugen gar nicht viel zu tun haben – vom Bürokaufmann über den Radio- und Fernsehtechniker bis zum Gärtner. Es gibt aber auch einige Ausbildungen, die einen ganz nah rankommen lassen ans aufregende Airport-Geschehen.
Gerade ist der Airbus aus Paris auf dem Frankfurter Flughafen gelandet. In anderthalb Stunden soll der stählerne Vogel wieder abheben und zurück nach Frankreich fliegen. Die Maschine ist kaum auf dem Boden und am Gate angekommen, da macht sich Patric Hippmann an ihr zu schaffen, überprüft die elektronischen Geräte. Er hat nicht viel Zeit, aber die Handgriffe sind tausendmal geübt und sitzen. Noch bevor die letzten Passagiere für den Rückflug ihr Gepäck aufgeben, übergibt Patric dem Kapitän die Checkliste. Kurze Zeit später trifft Benjamin Köppel den Piloten. Er übergibt ihm die Flugdaten, die er gerade in seinem Büro mit Blick auf die Landebahn berechnet hat.
Die Szene ist natürlich erfunden. Wahrscheinlich werden Benjamin und Patric nie innerhalb von einer halben Stunde mit demselben Piloten zusammentreffen, wahrscheinlich werden sie nicht einmal am gleichen Flughafen arbeiten. Jeder für sich könnte diese Situationen aber bald erleben. Denn Patric und Benjamin machen eine Ausbildung, mit der sie das Ticket zu ihrem Traum-Arbeitsplatz, dem Flughafen, so gut wie gebucht haben. Patric lernt Fluggeräteelektroniker, Benjamin macht eine Ausbildung zum Luftverkehrskaufmann.
Kaufleute und Techniker
Es gibt technische und kaufmännische Ausbildungen, die speziell auf den Luftverkehr zugeschnitten sind. Bei den Kaufleuten ist das neben dem Luftverkehrskaufmann noch der Servicekaufmann im Luftverkehr. Der Unterschied: Die Servicekaufleute arbeiten, wie der Name schon sagt, vor allem im Service - am Check-In, im VIP-Bereich und in der Fluggast-Betreuung. Bei den Luftverkehrskaufleuten liegt der Schwerpunkt mehr auf dem Kaufmännischen.
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