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27. September 2007  

Karriere beim Bundesnachrichtendienst

In geheimer Mission

Beim BND wird man zu so genannten "Regierungsinspektoren" ausgebildet. Das Sammeln und Auswerten von Informationen hat mit den Jobs von James Bond nichts zu tun - trotzdem bietet der Nachrichtendienst attraktive Karrierewege an. Daniel Schwitzer

Wenn Manuela Weisenfels am Wochenende mit Freunden unterwegs ist, muss sie manchmal aufpassen, dass sie sich nicht verplappert. Denn was die 24-Jährige beruflich macht, ist streng geheim. Gerade hat sie ihre Ausbildung beim Bundesnachrichtendienst (BND), der für Auslandsspionage zuständig ist, abgeschlossen und arbeitet jetzt in Berlin in der Abteilung Auswertung. 

"Sicher ist es gewöhnungsbedürftig, dass man in seiner Freizeit nicht über die Arbeit sprechen darf - was alle anderen natürlich tun", sagt sie. Belohnt wird die "Nachwuchs-Spionin" dafür mit einem nicht ganz alltäglichen Job. Das zeigt sich schon im Vorbereitungsdienst: Ein Schwerpunkt ist die Vermittlung von nachrichtendienstlichem Wissen, etwa Techniken zum Beobachten und Kontaktieren von Personen, die Informationen liefern könnten. Darüber hinaus lernen die Anwärter Gesprächsführung, Psychologie, Politik, Fremdsprachen, Staats- und Verwaltungsrecht. "Mit James Bond hat unsere Arbeit aber wenig zu tun, denn als Behörde ist der BND an Recht und Gesetz gebunden", sagt Pressesprecherin Michaela Heber. "Die Mitarbeiter haben eine hohe Verantwortung, müssen diszipliniert und psychisch stabil sein. Unser Auftrag ist es, verlässliche Informationen zu sammeln und die Bundesregierung davon zu unterrichten. Mit James-Bond-Methoden lässt sich das nicht erreichen."

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Nach ihrer Lehrzeit an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung (FH Bund) in Brühl und Praxisphasen an den BND-Standorten in Berlin und Pullach können die Regierungsinspektoren in sämtlichen Abteilungen eingesetzt werden - von der operativen Beschaffung über die Analyse bis hin zur Sicherheit. Ein Arbeitsplatzwechsel innerhalb des Dienstes ist alle vier bis fünf Jahre möglich. Zudem gibt es auch beim Bundesnachrichtendienst viele spannende Auslandsposten, die regelmäßig neu besetzt werden müssen.

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