Karriere verpflichtet
Auslandseinsatz auch für Mediengestalter
Auslandseinsätze gehören mit zum Job, man erklärt sich für die gesamte Verpflichtungszeit bereit, auch im Ausland zu arbeiten. "Natürlich läuft man als Mediengestalter nicht Patrouille, aber man kann durchaus im Lager Schreibtischarbeiten erledigen", erklärt Friedel das Prinzip. Man sei immer Soldat: "Es ist realistisch, dass jeder Soldat, der 13 Jahre dabei ist, einmal ins Ausland muss. Militärpolizisten, die in Afghanistan die Sicherheitskräfte ausbilden, gehen meist mehrfach."
Und das ist nicht ungefährlich: Seit Beginn des Einsatzes in Afghanistan sind mehr als 40 Bundeswehrsoldaten gefallen – da muss man gründlich überlegen, ob man dieses Risiko für einen gut bezahlten und krisensicheren Job aufnehmen möchte. "Als zum ersten Mal etwas passiert ist, sind weniger Interessenten zu den Beratungen gekommen. Inzwischen merkt man davon nichts mehr", sagt Beratungsoffizier Friedel. Bedingt durch die Wirtschaftskrise steigen die Bewerberzahlen wieder, weil viele an einem sicheren Arbeitsplatz interessiert sind, so gibt es für die Offizierslaufbahn rund 10.000 Bewerber auf knapp 2.000 Stellen.
Frauen dürfen bei der Bundeswehr fast alles
Unter den Bewerben sind auch immer mehr Frauen: 16.000 arbeiten bereits bei der Bundeswehr – und es sollen noch mehr werden. Es gibt inzwischen Frauen, die Tornados fliegen, aber auch Kompaniechefinnen, die für 150 Männer verantwortlich sind. Friedel hat den Eroberungszug der Soldatinnen miterlebt: "Anfangs gab es schon Vorurteile, ob sich eine Frau da durchsetzen kann, aber viele sind echt ehrgeizig und starten inzwischen richtig durch. Da müssen sich die Männer karrieremäßig warm anziehen!"
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