Die Problemlöser
Wirtschaftsinformatiker müssen nicht nur programmieren können, sondern auch betriebswirtschaftliche Prozesse verstehen.Daniel Schwitzer
Wenn Bettina Ziegler in nicht allzu ferner Zeit ihr Studium abschließt, wird sie sich mit dem akademischen Grad Bachelor of Science in Wirtschaftsinformatik schmücken dürfen. Ebenso gut könnte auf ihrem Zeugnis aber auch „professionelle Problemlöserin“ stehen. Denn genau das ist es, womit sich Bettina künftig beschäftigen wird: Probleme zu lösen, die die Kunden ihres Arbeitgebers mit einem bestimmten Computerprogramm haben.
Die 22-Jährige absolviert einen dualen Studiengang beim Softwarehersteller SAP in Walldorf und durchläuft gerade die Abteilung Service & Support. „Das ist manchmal ein bisschen wie Detektivarbeit“, erzählt sie. „Ich bekomme online die Meldungen des Kunden rein, und dann mache ich mich auf die Suche: Wo und wann tritt das Problem auf? Warum tritt es bei anderen Anwendern nicht auf?“ Sobald sie die Lösung gefunden hat, erklärt sie dem Kunden, wie er vorgehen muss. Falls es sich um einen Software-Fehler handelt, behebt sie ihn direkt selbst im Programm-Code. Ihre Arbeit gefällt Bettina so gut, dass sie auch nach ihrem Examen im Kundenservice von SAP weitermachen möchte. Den Übernahmevertrag hat sie bereits unterschrieben.
Wirtschaftsinformatiker müssen sich in Unternehmen hineindenken können
Wirtschaftsinformatiker wie Bettina Ziegler arbeiten an der Schnittstelle zwischen IT und BWL. Das heißt, sie beschäftigen sich mit betriebswirtschaftlichen Prozessen und versuchen Software herzustellen, die diese Prozesse vereinfacht.
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