Technologie einmal anders
Die Biotechnologie ist eine der Schlüsseltechnologien der Zukunft. So gibt es beispielsweise schon heute eine Vielzahl von Medikamenten, an deren Herstellung biotechnologische und gentechnische Verfahren beteiligt sind.
Von der Biotechnologie werden in Zukunft nicht nur Fortschritte bei der Therapie von Krankheiten, sondern auch Erfolge im Bereich des Umweltschutzes, innovative Verfahren und Produkte in der Rohstoff- und Energieversorgung und neue Potenziale in der Pflanzenzüchtung und Nahrungsmittelerzeugung erwartet.
Die Tätigkeit
Biotechnologen verwenden ihr Wissen aus Biologie, Chemie und Verfahrenstechnik, um Zellkulturen oder deren Bestandteile bei technischen Verfahren einzusetzen. Auf diese Weise sollen sie neue Produkte erzeugen, die es entweder in der Natur überhaupt nicht gibt oder deren Gewinnung auf natürliche Weise zuviel Geld und Zeit beansprucht. Handwerkzeuge der Biotechnologen sind nicht nur Pipetten und Reagenzgläser, sondern auch im großen Umfang moderne Technik in Form von computergestützten Verfahren, mit deren Hilfe eine Vielzahl von Versuchen gleichzeitig ablaufen können. Biotechnologen arbeiten in Betrieben der chemischen oder pharmazeutischen Industrie sowie im Umweltbereich und im Gesundheitswesen. Außerdem sind sie für freiberufliche Tätigkeiten beispielsweise im Patentwesen oder der Unternehmensberatung qualifiziert.
Persönliche Voraussetzungen
Ausdauer und naturwissenschaftliche Neigung sind für die Arbeit unerlässlich. Obwohl eine spezielle Vorbildung nicht erforderlich ist, ist eine solide schulische Ausbildung in den Fächern Biologie, Chemie, Physik und Mathematik hilfreich. Da ein Großteil der beruflichen Tätigkeit in Laborarbeit, d.h. dem experimentellen Arbeiten, besteht, sollten Sie Spaß am Experimentieren mitbringen. Beinahe überflüssig zu erwähnen: Gute Englischkenntnisse sind wichtig, da ein überwiegender Teil der Fachliteratur in englischer Sprache vorliegt.
Man kann den Studiengang Biotechnologie an der Berufsakademie, Fachhochschule oder Universität belegen.
Außerdem kann man eine Ausbildung zum biologisch-technischen Assistenten machen. Diese dauert drei Jahre und wird je nach Bundesland mit unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten, z.B. Biologie und Biotechnologie, Bioinformatik und Molekularbiologie oder Biochemie.
Zukunftschancen
Die Biotechnologie gehört zu den relativ jungen Forschungsgebieten mit großer Zukunft. Die schrittweise Entschlüsselung der Erbsubstanz von Pflanzen und Lebewesen erlaubt eine ungeahnte Fülle neuer Möglichkeiten bei der Herstellung von Produkten. Da Biotechnologen sowohl Fachleute als auch Generalisten sind, die von Gen- und Zelltechniken über Biochemie und Mikrobiologie bis hin zur Physik, Mathematik, Verfahrens- und Prozenttechnik alles überblicken, sind sie die gefragten Berufseinsteiger der Zukunft.
Links:
Biotechnologie, FH Bingen, Diplom (FH)
Website der DECHEMA, Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie
- Biologie-Studiengänge: Alles Bio, oder was?
- Industrielle Biotechnologie in Biberach: Natürlich wertvoll
- Biologielaborant: Ausbildung am Mikroskop
- Faszinierende Berufswelt Life Sciences: Berufsfeld "Bio"
- Apparative Biotechnologie in Bielefeld: Bedienungsanleitung gefällig?


