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02. Mai 2008  
Biologielaborant

Ausbildung am Mikroskop

Bevor ein Medikament auf den Markt kommt, sind zahlreiche Laboruntersuchungen notwendig: Wie verhalten sich bestimmte Krankheitserreger, welche Nebenwirkungen können auftreten? Mit solchen Untersuchungen, aber auch mit den Auswirkungen genetisch veränderter Pflanzen und Lebensmittel beschäftigen sich Biologielaboranten.

Biologielaboranten analysieren Stoffe hinsichtlich ihrer Wirkung auf Organismen - mit Hilfe von Mikroskop, Labortechnik und EDV liefern sie z.B. grundlegende Ergebnisse für die Entwicklung von Medikamenten und anderen Produkten, die sich auf den menschlichen, tierischen oder pflanzlichen Organismus auswirken. Molekularbiologie, Gentechnik, Pflanzenschutz, Biotechnologie, Pharmakologie, Umweltschutz sind Kernbereiche in der Arbeit eines Biologielaboranten.

 

Die Tätigkeit

Biologielaborant arbeiten in biologischen, pharma-biologischen, agronomischen, biochemischen oder medizinischen Labors. Ihre Haupttätigkeit besteht in der Durchführung von Versuchen an Organismen und Zellkulturen aller Art. Die Untersuchungen dienen der Forschung und Entwicklung von Problemlösungen im jeweiligen wissenschaftlichen Bereich oder der Produktentwicklung, z.B. von neuen Medikamenten oder Kosmetik-Artikeln. Das Berufbild hängt sehr davon ab, welche Art Organismus schwerpunktmäßig untersucht wird, ob es sich also um menschliche, tierische, pflanzliche Proben oder Zellkulturen handelt. Werden Tierversuche durchgeführt, müssen bei den Untersuchungen die existierenden gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Die zu untersuchenden Proben werden fachmännisch präpariert und mikroskopisch, molekularbiologisch und/oder biochemisch untersucht. Auch werden sogenannte Versuchsorganismen, z.B. Pflanzen, Bakterien oder Pilze im Labor gezüchtet und untersucht. Biotechnologische Verfahren und gentechnische Experimente werden durchgeführt. Bei Messungen, z.B. zur Feststellung von Stoffwechselveränderungen, werden verschiedene Messgeräte und -verfahren eingesetzt. Alle Versuche werden dokumentiert. Die Messdaten werden erfasst, analysiert und interpretiert. Biologielaboranten setzen für die Daten- Darstellung und -auswertung moderne Computerprogramme ein.

 

Persönliche Voraussetzungen 

Die Fächer Biologie und Chemie sollten auf der Schule zu den Lieblingsfächern gehört haben. In einem Labor biochemische Versuche durchzuführen und Reaktionen zu analysieren sollte dem Auszubildenden besonders zusagen. Biologielaboranten müssen besonders präzise und verantwortungsvoll arbeiten können - Chemiker und Biologen, die deren Messergebnisse und Datenanalysen weiter verwerten und letztendlich in irgendeiner Form für die Öffentlichkeit verfügbar machen, müssen sich auf die Richtigkeit der Arbeitsergebnisse verlassen können. Oft verlangen Ausbildungsanbieter die Fachhochschulreife oder das Abitur als Eingangsvoraussetzung für diese anspruchsvolle, drei- bis dreieinhalbjährige Ausbildung. 

 

Zukunftschancen 

Biologielaboranten werden von vielen chemischen und pharmazeutischen Unternehmen gesucht. Die Gen- und Biotechnologie ist auf dem Vormarsch und verspricht gute Job- und Karrierechancen. Ein berufliches Vorankommen durch Weiterbildung ist durch Spezialisierungen, z.B. zum Pharma-, Kosmetik- oder Agrar-, Lebensmittel-, Umweltschutz- oder zum gerichtsmedizinischen Laborant möglich. Man kann eine Zusatzausbildung zum Chemie- oder Biologie-Techniker oder zum Industriemeister Pharmazie oder Chemie machen. Mit Hochschulreife können auch ergänzende Studiengänge im Bereich Biologie, Biochemie, Biotechnologie an die Ausbildung angeschlossen werden.

 

Kontakt 

 Ausgebildet wird im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Als Ausbildungsbetriebe kommen chemische und pharmazeutische, Nahrungsmittel- und Kosmetikbetriebe in Betracht, ferner Laboratorien an wissenschaftlichen Instituten und Universitäten, in Krankenhäusern und Behörden. 

 

Links: 

 

Ausbildung bei Bayer 

Ausbildung bei BASF

Max-Planck-Institut für Neurobiologie

Forschungszentrum Jülich

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