Alles Bio, oder was?
Ob im Supermarkt oder bei der Studienwahl: Nicht überall, wo Bio draufsteht ist auch ausschließlich Bio drin – denn inzwischen werden immer mehr spezialisierte oder fächerübergreifende Biologie-Studiengänge angeboten.Annette Kamps
Charles Darwin studierte Medizin und Theologie, bevor er sich der Naturforschung widmen konnte. Für welchen Studiengang würde der Vater der Evolutionstheorie sich wohl heute entscheiden – klassische Biologie oder doch gleich "Evolution, Ecology and Systematics"? Mehr als 35 verschiedene Bio-Bachelor – von Agrarbiologie über Biosystemtechnik bis hin zu Water Science – werden inwischen an deutschen Hochschulen angeboten.
Statt einfach Biologie zu studieren und im Haupstudium Schwerpunkte zu setzen, müssen sich Studienanfänger entscheiden, ob sie einen allgemeinen Bachelor-Studiengang wählen oder bereits mit einer bestimmten Spezialisierung starten. Und davon gibt es reichlich: Neben den Klassikern Zoologie, Botanik oder Genetik, die jeder noch aus dem Bio-Unterricht kennen dürfte, stehen heute vor allem fächerübergreifende Inhalte auf dem Lehrplan.
Erst studieren, dann entscheiden
André Kreft vom Fachbereich Biologie und Geographie an der Uni Duisburg-Essen rät dazu, mit einem möglichst breit angelegten Bachelor in Biologie zu beginnen: "Das ermöglicht später eine bewusste Entscheidung für die Vertiefung im Master. Auch der Wechsel ins Lehramt wird möglich sein." Wer sich für Naturwissenschaften interessiert, aber noch nicht sicher ist, ob seine berufliche Zukunft eher an der Hochschule, in der Schule oder ganz woanders liegt, muss sich also nicht gleich festlegen.
- Branchen-Check Chemie: Forscher und Entdecker
- Zwischenstopp Berufsfachschule: Auch für Abiturienten spannend
- Zukunftsprojekt ERDE: Dr. Klaus Riede, Zoologe: "Neue Arten zu entdecken ist spannend!"
- Biochemie in Göttingen: Stoffwechsel studieren
- Molecular Ecosystem Sciences in Göttingen: Retter der Regenwälder


