Von Ayurveda bis Lomi-Lomi
Der Trend Wellness ist nicht mehr aufzuhalten. Das Angebot wächst rasant - nicht nur für diejenigen, die sich verwöhnen lassen möchten. Gefragt sind auch zunehmend gut ausgebildete Fachkräfte. Wir sprachen mit Julia Scharnhorst, Leiterin des Bereichs Lernen & Bildung beim Deutschen Wellness-Verband.
Überblicken Sie noch, was in Deutschland alles an Wellness angeboten wird? Welche Trends sind neu?
Inzwischen ist es kaum noch möglich, den Überblick zu behalten, ständig werden neue Trends auf den Markt gebracht. Das betrifft auch den Ausbildungsmarkt, hier gibt es praktisch wöchentlich neue Angebote. Zurzeit sind die asiatischen Verfahren immer noch stark im Trend, ob nun Ayurveda, Lomi-Lomi-Massagen oder auch die Traditionelle Chinesische Medizin. Im Bewegungsbereich ist Nordic Walking angesagt. Das Verwöhnen des Gastes wird immer wichtiger, also wird auch entsprechend gut ausgebildetes Personal gebraucht. Keine Wellness-Anlage kommt heute noch alleine mit einer schönen Badelandschaft aus, der Gast erwartet inzwischen deutlich mehr an Anwendungen und Behandlungen.
Wer früher im Dienstleistungssektor Wellness arbeitete, kam meist als Seiteneinsteiger ins Fach. Hat sich daran etwas geändert?
Insbesondere Berufseinsteigern ohne solide Fachkenntnisse auf dem Arbeitsfeld Gesundheit raten wir von einer Schnellfortbildung oder Umschulung zum Wellness-Trainer, -Berater, -Coach etc. ab. Insgesamt geht der Trend immer mehr hin zu hochwertigen Ausbildungen. Wo früher noch der Seiteneinsteiger mit ein paar Wochenendkursen einen Job fand, werden heute einschlägige Berufsausbildungen vorausgesetzt. Es gibt sogar schon die ersten Ausbildungsangebote an Hochschulen.
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