Technischer Medienrummel
Der Markt mit Informationen boomt: Ob im Internet oder in gedruckter Form, vor allem auf dem Zeitschriftenmarkt und in der Werbung ist Druck- und Medientechnik gefragt. Unser Branchen-Check erklärt dir, was du wissen musst.
Branchenporträt
Die deutsche Druckindustrie ist ein von kleinen und mittelgroßen Betrieben geprägter Industriezweig mit etwa 172.000 Beschäftigten in 11.000 Betrieben. In erster Linie stellt sie Zeitungen, Zeitschriften und Bücher her. 84 Prozent aller Betriebe haben weniger als 20 Beschäftigte. Der Branchenumsatz wird auf 24 Milliarden Euro geschätzt.
Perspektiven und Prognosen
Druck-Erzeugnisse begleiten nahezu alle wirtschaftlichen Vorgänge; die Druckindustrie ist daher sehr konjunkturabhängig. Die Ausbildungsquote (Anteil der Auszubildenden an der Gesamtzahl der Beschäftigten) lag 2008 bei 10 Prozent - ein vergleichsweise hoher Wert. Dennoch leidet auch die deutsche Druckindustire unter der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise: Steigende Arbeitslosigkeit, zunhemende Kurzarbeit und mehr Unternehmens-Insolvenzen sind die Folgen.
Beispiel Ausbildung: Mediengestalter
Das wichtigste Werkzeug des Mediengestalters ist der Computer: Bevor eine Zeitschrift, eine Broschüre oder eine Internetanwendung entsteht, müssen alle Bild- und Textinformationen zusammengefügt, digitalisiert und gestaltet werden – und das komplette Layout entsteht am Bildschirm. Mit leistungsfähiger Grafik-Software werden Texte bearbeitet, Bilder und Vorlagen gescannt, Fotos mit Bildbearbeitungsprogrammen verändert und Grafiken lesefreundlich aufgebaut. Freude am Umgang mit Hard- und Software sowie Kreativität sind beim Gestalten mit Schriften, Bildern, Formen und Farben wichtige Voraussetzungen.
Beispiel Ausbildung: Drucker
Neue Technologien verändern den Druckprozess permanent, Elektronik und digitale Technik bestimmen heute die Arbeit des Druckers. Drucker müssen deshalb den Umgang mit leistungsfähigen Maschinen beherrschen. Zur Bedienung von Druckmaschinen sind technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein und gutes Reaktionsvermögen erforderlich. Sehr gutes Farbsehen ist Grundvoraussetzung. Der Beruf wird im Stehen bei häufigem Standortwechsel ausgeübt. Jeder Druckauftrag erfordert individuelles Handeln und damit Flexibilität für neue Aufgaben. Während der Ausbildung sind folgende Spezialisierungen möglich:
- Digitaldruck
- Flachdruck
- Hochdruck
- Tiefdruck
Beispiel Studium: Druck- und Medientechnik
Druck- und Medientechniker sind Fachleute für den gesamten Produktionsbereich der Druck- und Medienindustrie. In Vollzeit- oder Teilzeitform wird eine breit angelegte Ausbildung in Fachschulen vermittelt. Einen Bachelor-Studiengang bieten die Uni Wuppertal, die Fachhochschule München sowie die Beuth Hochschule für Technik Berlin an.
Links
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