Pixel und Pinsel
Von der Visitenkarte bis zur Webseite: Grafiker werden überall gebraucht, wo es etwas zu gestalten gibt.Stefan Holzbrecher
Das Studium: Grafik-Studiengänge werden vor allem von Fachhochschulen und privaten Akademien angeboten. Je nach Hochschule heißen die Angebote zum Beispiel "Kommunikationsdesign", "Virtuelle Kommunikation", "Grafik-Design", "Mediendesign" oder schlicht "Gestaltung". Trotz unterschiedlicher Namen ähneln sich die Studiengänge: Die Studenten lernen, wie Farben und Formen wirken, wie man durch visuelle Gestaltung Emotionen wecken kann und welche Rolle Schriftgestaltung dabei spielt. Außerdem können Illustration, Fotografie, Animation, Webseitengestaltung und andere visuelle Ausdrucksformen im Lehrplan stehen. Auch ohne Studium ist der Start in Grafik-Berufe möglich. Berufsfachschulen bilden zum Designer (Fachrichtung Foto oder Medien) und Unternehmen zum Mediengestalter (verschiedene Fachrichtungen) aus.
Die Bewerbung: Im Schnitt kommen auf jeden Studienplatz im Bereich Grafik rund zehn Bewerber. Fast alle Hochschulen verlangen daher eine Eignungsprüfung, in den meisten Fällen die berühmte Mappe. Für sie gilt: Wer es halbherzig versucht und mit mittelmäßigen Arbeiten aus dem Kunst-LK überzeugen will, hat keine Chance. Perfektion erwartet jedoch auch niemand, schließlich hat man das Studium ja noch vor und nicht schon hinter sich. Die perfekte Mappe gibt es eh nicht, denn was bei der einen Hochschule gut ankommt, wird bei einer anderen möglicherweise schon nach der ersten Durchsicht aussortiert. Wer sich an mehreren Hochschulen bewerben möchte, sollte sich also über jeden Studiengang gut informieren und verschiedene Mappen zusammenstellen.
Der Beruf: Die meisten Grafikdesigner arbeiten freiberuflich oder selbstständig. Wer erfolgreich sein möchte, sollte nicht nur fachlich gut, sondern auch in der Lage sein, sich auf Kundenwünsche einzustellen und immer neue Aufträge an Land zu ziehen. Nur wenige kommen dabei in den Genuss, an großen Kampagnen von Daimler, Coca-Cola oder Microsoft mitzuwirken. Zum Glück kann es ebenso viel Spaß machen, die neue Speisekarte für den Italiener um die Ecke, eine Webseite für einen Rechtsanwalt oder Illustrationen für ein neues Schulbuch zu gestalten. Wer lieber als Angestellter arbeiten möchte, findet Jobs in Werbeagenturen, Verlagen oder in Grafik-Abteilungen von Unternehmen. Für fast alle Designer gilt: Werkzeug Nummer eins ist der Computer. Selbst Skizzen und Entwürfe macht heute kaum noch jemand auf einem Blatt Papier. Daran, gängige Software wie z.B. "Photoshop" und "Illustrator" zu beherrschen, geht also kein Weg vorbei.
- Berufe und Wege in der Werbebranche: Kreativität ist alles
- Rita Carlsen & Annette Sommerfeld: "Mythos Mappe 2": Mustergültige Kunst
- Soziale Kommunikation und Design in Arnstadt: Globalisierte Grafiker
- Branchen-Check Werbung: Nichts ist unmöööglich...
- Medienmanagement in Salzgitter: Fit für die "Neuen Medien"


