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24. September 2009  
Modebranche

Anziehende Berufe

Lagerfeld, Chanel, Armani. Wer an die Modewelt denkt, hat gleich die großen Designer vor Augen. Dabei braucht die Branche genauso die klugen Köpfe und fleißigen Hände im Hintergrund. Stefan Moskopp

© cw-design / photocase.com

Wie groß die Welt der Mode ist, müssen Millionen von Männern Samstag für Samstag auf schmerzvolle Weise erfahren, wenn es mal wieder heißt: "Schatz, ich würde so gern 'ne Runde mit dir shoppen gehen." Denn eine Runde bedeutet im kürzesten Fall H&M, Peek & Cloppenburg, s.Oliver, New Yorker, Benetton, Esprit und noch schnell zu Zara. Und während die Hoffnung, es noch pünktlich zur Sportschau zu schaffen, von Minute zur Minute schwindet, fragt man sich: Wer hat sie nur gemacht, all die Klamotten?

 

Am Anfang steht der Designer

 

Da sind zunächst einmal die Modedesigner, in deren Köpfen die coolsten Jacken und die hippsten Hosen ihren Ursprung finden. Und so träumen denn auch die meisten Schüler, die später einmal was mit Mode machen wollen, ohne Model zu sein, von einer Karriere als Designer. Allerdings sind die Chancen hierfür nicht wirklich gut. "Es gibt ein großes Überangebot an Absolventen, und so findet nur ein Bruchteil der Bewerber gleich einen Job", sagt Claudia Ollenhauer-Ries vom Verband deutscher Mode- und Textildesigner (VDMD).

 

Eine fundierte Ausbildung zu bekommen, ist schon nicht so einfach: Wer an einer der rund 100 Ausbildungsstätten für zukünftige Modedesigner hierzulande – Unis, Fachhochschulen und Berufsfachschulen – landen will, muss sich in der Regel mit einer künstlerischen Mappe bewerben. Hier trennt sich bereits die Spreu vom Weizen. "Ganz wichtig ist, dass man gut zeichnen kann", so Ollenhauer-Ries. Das Modezeichnen am Computer oder auch per Hand bekomme man beigebracht, aber "mit dem Medium Zeichenstift muss man von Anfang an umgehen können, weil es die schnellste Möglichkeit bietet, eine Idee darzustellen."

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