Mensch und Maus
Ohne Computer geht schon lange nichts mehr. Informatiker sind entsprechend gefragt. Wir geben dir einen Einblick in die Welt der Informatik und beantworten häufige Fragen rund um IT und Informatik.Daniel Schwitzer
Wofür steht IT, was ist Informatik?
Informationstechnik, kurz IT, ist der Oberbegriff für die Informations- und Datenverarbeitung sowie für die dafür erforderliche Hard- und Software. Wem bei Informatik zuerst die Assoziation "was mit Computern" einfällt, der liegt zwar nicht falsch. Wichtig zu wissen ist aber, dass der Computer in der Informatik nur als Werkzeug dient. Das Bild wird schließlich auch von einem Nagel an der Wand gehalten und nicht vom Hammer, mit dem man diesen hinein klopft. Die Funktion des Nagels übernimmt in der Informatik im übertragenden Sinne die Software. Mittlerweile unterstützen uns Computer und Software nicht mehr nur bei der Arbeit, sie sind längst auch in unser Privatleben vorgedrungen: Egal ob im Handy, in der Spülmaschine, im Getränkeautomaten oder in der Spielkonsole – überall stecken leistungsfähige, teils winzige Prozessoren drin, die die Informationen verarbeiten, mit denen wir sie füttern.
Informatik ist die Lehre von der Informationsverarbeitung. Die Informationen wiederum, die in der Informatik verarbeitet werden, nennt man Daten. Da die dabei verwendeten Maschinen elektronisch arbeiten, spricht man von elektronischer Datenverarbeitung EDV.
Wie werde ich Informatiker?
Informatiker werden sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen ausgebildet, wobei das Uni-Studium meist theoretischer ausgerichtet ist und stärkeres Gewicht auf die Grundlagen legt, während an der FH der Anwendungsbezug im Vordergrund steht. Uni-Absolventen sind daher manchmal vielseitiger einsetzbar als ihre Kollegen von der FH, häufig findet man sie in konzeptionellen Berufen, in der Hard- oder Software-Entwicklung.
Natürlich muss man nicht zwingend studieren, um in der IT-Branche unterzukommen; es gibt eine Fülle interessanter und zukunftstauglicher Ausbildungsberufe, zum Beispiel den IT-System-Kaufmann, den IT-System-Elektroniker oder den Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung.
Wo arbeiten Informatiker?
Die Berufsfelder für Informatiker sind vielfältig:
- Sie entwickeln neue Prozessoren – zum Beispiel für Handys oder Laptops – die noch kleiner, schneller und leistungsfähiger sind als ihre Vorgänger.
- Sie schreiben maßgeschneiderte Software für Unternehmen, programmieren Betriebssysteme oder animieren Charaktere für 3D-Computerspiele.
- Im Projektmanagement suchen sie nach Wegen, wie sich Abläufe in der Produktion oder im Management mithilfe von IT-Systemen effizienter gestalten lassen.
- Als Administratoren verwalten und warten sie das interne Netzwerk einer Firma, pflegen Datenbanken und schützen Rechner vor Hacker-Angriffen.
- Als Berater im Vertrieb helfen sie Unternehmen bei der Einrichtung neuer EDV, führen Schulungen durch und stehen danach bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite.
Dies sind nur einige wenige Einsatzgebiete. Da sich die Branche jedoch ständig weiterentwickelt, kommen laufend neue Tätigkeitsfelder hinzu.
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