Das Licht der Zukunft
Optik und Feinmechanik gehören zur Hochtechnologie - dafür haben rasante technische Entwicklungen wie Laser, Glasfasernetze und modernste Softwaretechnik gesorgt. Unser Branchen-Check zeigt, wie man am besten in diesen Berufszweig einsteigt.
Branchenporträt
Aus der klassischen Feinmechanik und Optik ist eine Hightech-Industrie geworden. Optische, medizinische und mechatronische Technologien bilden gemeinsam eine zukunftsfähige und wachstumsstarke Branche der deutschen Wirtschaft. Ihre Hightech-Produkte sind in nahezu allen Bereichen des Lebens zu Hause und werden die industrielle Zukunft in Deutschland in den nächsten Jahren nachhaltig verändern.
Perspektiven und Prognosen
In den vergangenen Jahren ist die Bedeutung des Lichts in nahezu allen Forschungs- und Wirtschaftszweigen immens gewachsen. Beispiele aus Forschung und Produktion sind etwa besonders leistungsfähige und präzise Laser oder neuartige Leuchtdioden. Auch Glasfasernetze basieren auf optischer Technik. Und Infrarotgeräte sorgen zum Beispiel dafür, dass Autos nicht von der Spur abkommen. Ein optisches Pollenmesssystem kann bereits weit präzisere Voraussagen über mögliche Belastungen für Allergiker treffen als herkömmliche Verfahren. An dieser Vielfalt von Produkten arbeiten Techniker mit dem Schwerpunkt optische Technologien mit, meistens in der Entwicklungsabteilung oder auch bei der Produktionsplanung.
Beispiel Ausbildung: Feinwerkmechaniker
Feinwerkmechaniker nehmen es ganz genau, denn bei ihrer Arbeit kommt es auf jeden Millimeter an. Sie stellen Achsen, Wellen, Zylinder und Trommeln her, reparieren und montieren Maschinen. Sie produzieren Schneid-, Umform- und Bearbeitungswerkzeuge sowie Waagen und Feingeräte. Mit Hilfe von computergesteuerten Maschinen drehen, fräsen, bohren und schleifen sie die Werkstücke und überprüfen danach, ob die Form detailgenau stimmt.
Beispiel Ausbildung: Feinoptiker
Wissenschaftler sind auf "lupenrein" arbeitende Mikroskope und Apparaturen angewiesen. Eine große Rolle spielen dabei optische Gläser: Mikroskope, Ferngläser, medizinische Diagnoseapparate brauchen fein geschliffene optische Linsen. Aber nicht nur in der Wissenschaft, auch bei Film und Fernsehen ist die Arbeit der Feinoptiker gefragt, denn auch zu einer guten Filmkamera gehören hochwertige Linsen und Objektive. Feinoptiker sägen aus Glasblöcken Rohlinge, die sie mit halb- oder vollautomatischen Maschinen oder von Hand fräsen, schleifen und polieren. Sie programmieren, bedienen und warten die Produktionsanlagen und überwachen den Produktionsprozess. Bauteile montieren sie zu Baugruppen und Geräten.
Beispiel Studium: Ingenieurwesen mit Schwerpunkt optische Technologien
Inzwischen gibt es einige Bachelor-Studiengänge, die sich ausschließlich mit den optischen Technologien befassen, zum Beispiel Augenoptik/Optometrie, Optische Technologien oder Laser- und Optotechnologien. Darüber hinaus bieten viele andere Ingenieursstudiengänge Module in diesem Fachbereich an, so dass man schon während des Erststudiums sinnvolle Schwerpunkte setzen kann. Eine Spezialisierung erfolgt dann im Master-Studium. Hier gibt es eine ganze Reihe von Studienangeboten rund um optische Technologien. So bietet beispielsweise die Hochschule Ravensbrück-Weingarten den Master-Studiengang "Optische Systemtechnik" an.
Links
- Branchen-Check Erneuerbare Energien: Wind, Wasser und Sonne
- Branchen-Check Baugewerbe: Entwerfen & konstruieren
- Branchen-Check Metall- und Elektroindustrie: Deutschlands größte Lehrwerkstatt
- Branchen-Check Glas: Glasklare Zukunft
- Branchen-Check Elektronik: Fachkräfte gesucht


