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08. April 2009  
Jobmotor erneuerbare Energien

Alles im grünen Bereich

Die Branche boomt: Überall auf der Welt steigt der Anteil erneuerbarer Energien bei der Erzeugung von Wärme und Strom. Technologie "made in Germany" ist dabei heiß begehrt. Berufseinsteiger mit der richtigen Ausbildung haben gute Chancen, davon zu profitieren. Stefan Holzbrecher
erneuerbare Energien

Den Schafen scheinen die erneuerbaren Energien weniger zu interessieren. © castelier@pixelio.de

Mehr als 60 Meter lang sind einige der Flügel aus weißem Kunststoff, wenn sie die Fertigungshalleverlassen – so lang wie fünf Reisebusse, die hintereinander parken. Jeweils drei von ihnen werden irgendwo auf der Welt gemeinsam an einem 135 Meter hohen Betonturm montiert. Zusammen mit Getriebe und Generator entsteht so eine Windkraftanlage des Typs E-126. Ihr höchster Punkt ist, je nach Stellung der Rotorblätter, höher als der Kölner Dom. Produziert werden die riesigen Flügel von der Groß-Rotorblattfertigung GmbH in Magdeburg, einer Tochtergesellschaftder Enercon GmbH, dem größten Hersteller von Windenergieanlagen in Deutschland.

 

Franziska Froebe ist seit drei Jahren an der Herstellung der Rotorblätter beteiligt. Während ihrer Ausbildung zur Verfahrensmechanikerin für Kunststoff-und Kautschuktechnik hat die 19-Jährige gelernt, wie komplex deren Aufbau und Fertigung sind: "Bei der Produktion setzen wir ganz unterschiedliche Materialien und Verfahren ein. Das ist wirklich ein ausgeklügeltes System." Im Juli hat sie ihre Ausbildung abgeschlossen – und wurde sofort übernommen. "Wer die Abschlussprüfungen besteht, kann bleiben. Das ist bei uns in 99 Prozent der Fälle so", sagt sie.

 

Auch um ihre weitere berufliche Zukunft muss sie sich keine großen Sorgen machen. Kaum eine andere Branche in Deutschland wächst so rasant wie die der erneuerbaren Energien. Überall auf der Welt steigt das Interesse an Strom und Wärme aus Wind, Sonne, Wasser, Biomasse und Erdwärme, und deutsche Technik steht dabei hoch im Kurs. Die Folge: volle Auftragsbücher – und neue Arbeitsplätze. Bereits heute arbeiten in Deutschland rund 250.000 Menschen im Bereich der erneuerbaren Energien, und Experten schätzen, dass es in zehn bis zwölf Jahren doppelt so viele sein werden. Gesucht werden vor allem hoch qualifizierte Fachkräfte. Neben den heiß begehrten Ingenieuren sind auch Nicht-Akademiker wie Mechatroniker, Elektroniker und Verfahrenstechniker gefragt.

 

Studium: Spezialist oder Allrounder?

 

Wer sich über ein Studium für die Branche qualifizieren möchte, muss sich entscheiden, ob er zunächst auf eine solide Grundausbildung in einem traditionellen Ingenieur-Studiengang setzen oder sich vom ersten Semester an auf erneuerbare Energien spezialisieren möchte. 

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erneuerbare EnergienEnergieUmweltIngenieur

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