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14. Juli 2011  
Fast jeder zweite Jugendliche engagiert sich im Ehrenamt

Zugang zur Gesellschaft

45 Prozent aller Jugendlichen zwischen 14 und 15 Jahren üben ein Ehrenamt aus. Besonders viele ehrenamtliche Helfer gibt es unter den Gymnasiasten.

In ihrer Studie "Jugend. Engagement. Politische Sozialisation" haben Bildungsforscher der Universität Würzburg erstmals repräsentativ untersucht, wie viele Jugendliche sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren – und wie sich dieses Engagement auf ihre Einstellungen zu Politik und Gesellschaft auswirken. Befragt wurden 2.048 Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren.

Das Ergebnis: Fast jeder Zweite (44,9 Prozent) übt ein Ehrenamt aus. Die Hälfte davon engagiert sich bereits seit mindestens einem Jahr, im Durchschnitt wenden die Jugendlichen  22 Stunden pro Monat für ihr Ehrenamt auf.

Unter Gymnasiasten ist der Anteil ehrenamtlich Engagierter mit 50,6 Prozent besonders groß, während unter Hauptschülern nur jeder Dritte aktiv ist.

 

Ehrenamt stärkt demokratisches Handeln

Das ehrenamtliche Engagement wirkt sich auf die Einstellungen der Jugendlichen zu Politik und Gesellschaft aus, fanden die Würzburger Forscher heraus. So gaben 63,1 Prozent der Aktiven an, bei späteren Landtags- und Bundestagswahlen ihre Stimme abgeben zu wollen. Unter den Nicht-Aktiven wollen dagegen nur 51 Prozent wählen gehen.

"Ehrenamt ist bereits bei Jugendlichen ein zentraler Zugang zur Gesellschaft", resümiert Heinz Reinders, der Leiter der Studie. Den geringe Anteil ehrenamtlich Engagierter unter den Hauptschülern macht er darum als großes Problem aus: "Da werden die Hauptschuljugendlichen abgehängt." Projekte zur Förderung für sozialen Engagements sollten daher stärker auf Hauptschüler ausgerichtet werden, fordert Reinders.

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