Studieren auf der Insel
England gehört unter deutschen Studenten zu den beliebtesten Ländern für ein Auslandsstudium. Kein Wunder: Die Studienbedingungen sind hervorragend – und die Studentenpartys auch.Carolin Mader
Ob wegen der guten Studienbedingungen oder der reizvollen Partylandschaft - ein Studium in England hat seinen Reiz. © Michael Löffler / Pixelio.de
"Ich habe meine Entscheidung noch nicht eine Sekunde bereut", sagt Anna. Seit knapp sechs Wochen studiert die Hamburgerin an der University of Bristol. Um zu erfahren, "wie das Leben im Land von Harry Potter und den Beatles so ist." Und natürlich, um Auslandserfahrung zu sammeln und die berühmten Studentenpartys kennen zu lernen. Dafür, sagt die 22-Jährige, bleibe beim relativ gelassenen Stundenplan der internationalen Studenten nämlich jede Menge Zeit: "Mehr als vier Seminare pro Woche hat hier kaum ein Erasmus-Student". Man müsse sich zwar intensiver auf seine Lehrveranstaltungen vorbereiten als in Deutschland, aber mit ein wenig Zeitmanagement sei das Pensum bequem zu schaffen. "In England geht Qualität vor Quantität", sagt Anna.
Schon vor dem Semesterstart hat ihre Uni ihr Seminare vorgeschlagen und Kontaktdaten von Dozenten gemailt, damit sie sich über ihre Seminare informieren und Fragen zur Organisation des Studium stellen kann. Diesen Service weiß Anna zu schätzen: "In Deutschland wird man mit sowas nur zur Studienberatung geschickt."
Auch Simon Hoerder, der seit Oktober 2009 an der University of Bristol studiert, bestätigt die ausgezeichnete Kommunikation zwischen Lernenden und Lehrenden. Der 27-jährige Bayer, der in Bochum "Sicherheit in der Informationstechnik" studiert hat, will in Bristol seinen Doktortitel erwerben.
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