Nichts für schwache Nerven
Mit Kindern spielen und ab und zu mal die Geschirrspülmaschine ausräumen, so stellen sich manche Jugendliche das Leben als Au-pair vor. Wer bereits einen solchen Auslandsaufenthalt hinter sich hat, weiß hingegen: Als Aupair muss man richtig schuften!
Je anstrengender die Kinder, desto anstrengender der Job - Au Pair ist kein Zuckerschlecken. © aboutpixel: sbrehm
Als Au-pair ins Ausland zu gehen, hat nichts mit Urlaub zu tun – acht Stunden Kinderbetreuung und Hausarbeit sind ganz normal. Dafür ist der mehrmonatige Aufenthalt in einer Gastfamilie eine tolle Möglichkeit, preiswert ein fremdes Land zu erkunden und dabei die Sprache, die Kultur und die Lebensgewohnheiten der Menschen kennen zu lernen. Die Gastfamilie stellt Unterkunft und Verpflegung und zahlt zusätzlich ein Taschengeld.
Fast alle Au-pairs planen ihren Aufenthalt mit Hilfe einer Agentur. In den USA ist es sogar gesetzlich vorgeschrieben, über eine Vermittlungsorganisation einzureisen. Wer sich nicht daran hält, macht sich strafbar.
Diese Vermittlungsagenturen beantragen Visa, schließen Versicherungen ab und finden die richtige Gastfamilie. Viele bieten außerdem Vorbereitungs- und Sprachkurse an, was den Einstieg erleichtert. Während des Aufenthalts helfen sie bei Problemen, zum Beispiel, wenn die Gastfamilie gewechselt werden muss. Die Kosten für eine Vermittlung variieren: Zwischen 100 und 1.000 Euro zahlt man im Normalfall. Der Preis der teuren Angebote relativiert sich jedoch häufig, etwa wenn sie bereits die Flugkosten enthalten.
Wohin als Au-pair?
Die USA sind Ziel Nummer 1 in Sachen Aupair, gefolgt von europäischen Ländern. Auch Australien und Neuseeland sind beliebt.
Wie finde ich die richtige Agentur?
Das ist gar nicht so leicht, denn bei der Vielzahl der Angebote verliert man schnell den Überblick. Um den schwarzen Schafen der Branche den Garaus zu machen, wurde 2006 die „Gütegemeinschaft Au-pair“ gegründet. Sie zeichnet seriös arbeitende Agenturen mit dem so genannten RAL-Zertifikat aus. Bislang gibt es jedoch nur Prädikate für rganisationen, die ausländische Au-pairs nach Deutschland holen. Für den umgekehrten Weg fehlt eine solche Bewertung noch; da viele deutsche Agenturen mit Partnerfirmen im Ausland zusammenarbeiten, ist eine vollständige Kontrolle schwer machbar. Jedoch kann man davon ausgehen, dass eine Organisation mit dem begehrten RAL-Zertifikat auch bei der Vermittlung deutscher Au-pairs ins Ausland gute Arbeit leistet.
- Teil: Wohin als Au-Pair?
- Teil: Checkliste für die Agentursuche
- Auslandsaufenthalt nach dem Abi : Hinaus in die Welt: Aber wie?
- Carmen Kurz: "Au-pair Guide. Der Wegbegleiter für deine Zeit im Ausland": Der ständige Begleiter
- Teil 1: Auf zum Austauschjahr nach Costa Rica: Abschied und Ankunft
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