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25. Januar 2011  
Niederlande wollen Langzeit-Studiengebühren anheben

Holland in Not

Langzeit-Studenten, die an Hochschulen in den Niederlanden die Regelstudienzeit überschreiten, sollen nach Plänen der Regierung jährlich 3.000 Euro Strafe zahlen – zusätzlich zu den Studiengebühren.
In den Niederlanden sollen Langzeit-Studenten bald höhere Studiengebühren zahlen.

In den Niederlanden sollen Langzeit-Studenten bald höhere Studiengebühren zahlen. © Sven Schneider / Aboutpixel.de

Rund 1700 Euro kostet ein Studienjahr in den Niederlanden – bislang. Die konservative Regierung plant jedoch die Einführung eines zusätzlichen Beitrags für alle, die die vorgesehene Regelstudienzeit ihres Studiengangs um mindestens ein Jahr überschreiten. Für jedes "Bummel-Jahr" würden dann, zusätzlich zu den normalen Gebühren, 3.000 Euro fällig. Auch die deutschen Studierenden in den Niederlanden wären betroffen.

Doch nicht nur die "Bummel-Studenten" müssten zahlen: Auch die Hochschulen sollen mit 3.000 Euro pro Jahr und Langzeit-Student zur Kasse gebeten werden. Die Regierungspläne treffen bei vielen Studenten und Professoren auf Ablehnung. Sie sehen in der Abgabe eine Kürzung der Bildungsausgaben.

Darüber hinaus kritisieren sie, dass die Regelung keinerlei Ausnahmen vorsehe: Weder Nebenjobs noch Krankheiten, Auslandssemester oder Praktika werden berücksichtigt. Wer länger braucht als vorgesehen, soll zahlen – auch dann, wenn er gar nicht gebummelt, sondern seine Zeit sinnvoll genutzt hat.

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