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01. Dezember 2011  
Sprachschulen im Ausland

Die Welt als Klassenzimmer

Am besten lernt man eine Sprache dort, wo sie gesprochen wird. Sprachschulen im Ausland versprechen schnelle Lernerfolge bei bester Urlaubsstimmung. Wir erklären, worauf man achten sollte, damit sich der Aufenthalt lohnt. Hanna Koch

Sprachschule: Ausland im Klassenraum © fotolia: ValeriZan

Jeden Tag Sprachunterricht, danach Ausflüge mit Schulkameraden aus der ganzen Welt und abends gemütlich mit der Gastfamilie zusammensitzen: So verbrachte Jenny Paschke im vergangenen Jahr ihre Sommerferien. Die heute 18-Jährige besuchte eine Sprachschule im australischen Cairns, lernte vier Wochen lang intensiv Englisch. „Ich interessiere mich schon länger für fremde Sprachen“, erzählt Jenny. „Und über eine so lange Zeit so viel Englisch zu sprechen, hat meine Sprachkenntnisse extrem verbessert.“ Diese Erfahrung wollte sie in diesem Jahr unbedingt wiederholen – und entschied sich abermals für eine Sprachreise: In Malaga lernte sie Spanisch. 

Für Jenny waren die beiden Kurse ein voller Erfolg: „Ich will jetzt mein Hobby zum Beruf machen“, sagt sie. In diesem Herbst beginnt die Duisburgerin eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin. Ihre Schwerpunkte in der Lehre: Englisch und Spanisch. Doch nicht immer verlaufen Sprachreisen so glatt wie die von Jenny. Im Internet finden sich viele kritische Berichte von enttäuschten Sprachschülern, die von schlechten Unterkünften oder mangelhaftem Unterricht erzählen – obwohl sie für ihre Aufenthalte saftige Preise gezahlt hatten. 

Solche Erlebnisse lassen sich durch eine gute Vorbereitung vermeiden. Wichtig sei, einen seriösen Reiseanbieter zu finden, sagt Claus Kunze, Sprecher des Fachverbands Deutscher Sprachreiseveranstalter (FDSV). „Qualität zeigt sich daran, dass alle Kosten transparent aufgeschlüsselt werden“, betont der Experte. Angehende Sprachschüler sollten genau darauf achten, was im Reisepreis enthalten ist. „Gute Anbieter beschreiben ihre Angebote ganz genau“, erklärt Kunze. Einfach nur „Aktivitäten am Nachmittag“ zu versprechen, reiche nicht aus. Vielmehr müsse das Freizeitprogramm mit allen enthaltenen Ausflügen und Eintrittsgeldern genau beschrieben werden. „Wenn das nicht der Fall ist, kann es vor Ort böse Überraschungen geben“, weiß Kunze. Nämlich dann, wenn plötzlich Zusatzkosten für Aktivitäten verlangt werden und sich vermeintliche Schnäppchen als teure Abzocke erweisen.

  1. Teil: Sprachreisen: Vorteile und Nachteile
  2. Teil: Auf Qualität achten - nur bei deutschen Veranstaltern buchen
  3. Teil: Beratung ist wichtig
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